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10 Jahre Emmaus Frauenwohnheim, 10 Jahre Emmaus Jugendnotschlafstelle

Gleich zwei Einrichtungen der Emmausgesellschaft St. Pölten gaben im September 2014 Anlass zum Feiern.

Mit einem Tag der offenen Türen wurde am 18.09.2014 das 10-jährige Jubiläum des Emmaus Frauenwohnheimes gefeiert.

Leiterin Rita Olah: "Unser Motto ist von Anfang an: Brot und Rosen! Das Brot steht für die Abdeckung der Grundbedürfnisse und die Rosen für die Linderung der seelischen Wunden durch Liebe und Verständnis."

Seit 2004 fanden 755 Frauen Aufnahme im Wohnheim und in der Notschlafstelle. Es gab insgesamt 1500 Anfragen. der Bedarf ist also sehr groß. Ins Tageszentrum kommen im Durchschnitt täglich 5 Frauen.

Sechs Betten und ein Schlafplatz auf der Couch. So hat es begonnen. Bald wurde der Platz zu knapp. Niemand hat damit gerechnet, dass die Not im Wohnungsbereich so groß ist.  Im gleichen Jahr stand der Umzug in ein größeres Haus vor der Tür. 2007/08 wurde das Haus generalsaniert, ein Tageszentrum und eine Notschlafstelle angebaut.

Derzeit gibt es 18 Wohnheimplätze (das ist Haus ist voll belegt, für einen Platz im Wohnheim gibt es eine Warteliste) und 4 Betten in der Notschlafstelle. Die Notschlafstelle ist täglich von 19-7 Uhr geöffnet. Das Tageszentrum von 11-19 Uhr.

Gleich am nächsten Tag, am 19.09.2014, wurde 10 Jahre Emmaus Jugendnotschlafstelle und der neue Name COMePASS gefeiert!
Festredner Dr. Reinhard Neumayer (Land NÖ, GS 6 Kinder- und Jugendhilfe) dankte Emmaus für den Mut der damals vor 10 Jahren bewiesen wurde, solch eine, längst notwendige, Einrichtung zu errichten. (Diese Jugendnotschlafstelle ist die einzige in ganz NÖ.).

Leiterin Margit Brachmann dankte ihrem Team, das sieben Tage in der Woche die kleinen und die großen Krisen mit den Gästen durchstehen hilft.
Der neue Name COMePASS soll einerseits an einen Kompass erinnern, weil die Jugendlichen hier Orientierung suchen und auch finden, allerdings gibt es auch noch die Bedeutung von come (komm) und pass (gehe, bestehe). Denn das soll das Ziel sein, dass die Jugendlichen von hier weggehen und im Leben bestehen sollen.

Geschäftsführer Karl Langer: "Ein zentrales Wort in Emmaus ist das Wort HOFFNUNG. COMePASS soll so ein Ort der Hoffnung sein. Danke an alle die dazu Tag für Tag beitragen. Was ist Hoffnung aber überhaupt? Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."

Die Emmaus Notschlafstelle hatte von 2004 bis Mai 2014 insgesamt 271 verschiedene Gäste (126 Wiederaufnahmen) mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 24,5 Tagen.