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AURORA plus Workshop GRAZ: "Neue Wege aus der Frauen-Armut"

Frauenarmut geht uns alle an. 229.000 Frauen in Österreich leben in manifester Armut (EU-SILC 2007). Alleinerzieherinnen und Pensionistinnen gehören zu den am häufigsten von Armut betroffenen Gruppen. Die Gründe für Frauenarmut sind vielfältig: schlechtere Bildungsmöglichkeiten, erschwerter Zugang zum Arbeitsmarkt, unzureichende Kinderbetreuung, Pflegezuständigkeit für Familienangehörige bis hin zu psychischen und physischen Erkrankungen. Die Folge ist ein Mangel in vielen Bereichen: Kein Geld für das Notwendigste, keine Teilnahme der Kinder an Schul- und Freizeitveranstaltungen, keine kulturelle und politische Partizipation. All dies prägt den Alltag von Frauen.

Im Durchschnitt verdienen Frauen nach wie vor um 40 Prozent weniger als Männer. Gründe dafür sind die hohe Teilzeitquote von 41,5 Prozent, meist lückenhafte Erwerbsbiographien und atypische Beschäftigung. Doch selbst durchgängig in Vollzeit beschäftigt, liegen die Einkommen von Frauen um 22 Prozent unter jenen von Männern. Frauen müssen sich daher bei sozialen Transferzahlungen wie Arbeitslosengeld und Notstandshilfe oft mit geringeren Leistungen begnügen.
 
In Graz stehen am Donnerstag, den 26. November 2009 im Heimatsaal, Paulustorgasse 13a, 8010 Graz "Neue Wege aus der Frauenarmut" im Mittelpunkt. Diskutiert werden das Zusammenwirken nationaler und regionaler Aktionspläne, die Erfordernisse eines existenzsichernden Einkommens für Frauen, bessere Zugangsmöglichkeiten für Migrantinnen zu Bildung und Arbeit, die spezifischen Bedürfnisse wohnungsloser Frauen, Zusammenhänge zwischen Armut und struktureller Gewalt und welche Berufe neue Wege eröffnen können.

Zum Programm. Weitere Informationen zu der Veranstaltung, zur Anmeldung und zur Initiative finden Sie auf www.aurora-austria.eu.