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BAWO-Frauenarbeitskreis richtet sich gegen Notquartierschließung für Frauen!

Nachdem bereits Ende April 2012 das Notquartier „Hermine“ für 20 Frauen geschlossen wurde, steht nun eine weitere Notquartier-Schließung bevor: Ende April dieses Jahres wird das Notquartier für Frauen im Haus Gänsbachergasse 7, in 1030 Wien, geschlossen. Aktuell betrifft das 24, mit Auslaufen des „Winterpaktes“ immerhin noch 16 Notschlafplätze. Der BAWO Frauenarbeitskreis richtet sich gegen diese Notquartierschließungen! Ein sicherer Schlafplatz, der Anonymität und Unverbindlichkeit ohne Betreuungszwang bietet, ist für Frauen in akuten Notsituationen essentiell.
Es stellt sich in Anbetracht der starken Auslastungszahlen insbesondere die Frage, wo ab Anfang Mai akut in Wohnungsnot geratene Frauen nächtigen können? Über ein mögliches Ersatzangebot liegen uns keine Informationen vor.
Im Zuge der Schließung des Notquartiers „Hermine“ vor einem Jahr wurde als Alternative das neue Angebot der „Akutzimmer“ geschaffen – Akutzimmer sind relativ rasch verfügbare betreute Wohnplätze mit maximaler Verweildauer von sechs Monaten, für die zusätzlich eine Förderbewilligung durch das bzWO (Beratungszentrum Wohnungslosenhilfe) nötig ist. Das Angebot richtet sich an Personen, die erstmalig oder nach einer längeren Phase eigenständigen Wohnens wieder wohnungslos sind.
Der Wiener Frauenarbeitskreis der BAWO fordert als adäquaten Ersatz für die aktuelle Schließung aber ein niederschwelliges Angebot, zu dem Frauen unmittelbar und unbürokratisch Zugang finden können. Ein sicherer Schlafplatz, der Anonymität und Unverbindlichkeit ohne Betreuungszwang bietet, ist für Frauen in akuten Notsituationen essentiell, um zur Ruhe kommen und sich neu orientieren zu können. Der Wiener Frauenarbeitskreis arbeitet aktuell an einem Positionspapier zu den Anforderungen an Notunterkünften für wohnungslose Frauen um frauengerechte Qualitätsstandards einzufordern und in den einzelnen Betreuungseinrichtungen zu verankern.  Mehr über den Wiener Frauenarbeitskreis