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Salzburger Wohnungslosenerhebung 2011: „Wir gratulieren herzlichst zum 1.000er“

Mit diesem sarkastischen Titel wurde die Pressekonferenz zur Präsentation der jährlich stattfindenden Wohnungslosenerhebung eröffnet. Um genau zu sein wurden 947 Personen von den sozialen Einrichtungen in der Stadt Salzburg als wohnungslos registriert. Das ist eine Zunahme um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Besonders gestiegen sind die Zahlen von wohnungslosen Frauen. Deren absolute Zahlen haben sich seit 2002 beinahe verdoppelt. Die Forderung nach einer frauenspezifischen Wohneinrichtung, die in den anderen Bundesländern bereits langjährig bestehen, wird dadurch bestätigt. Markant ist ebenso die Verdreifachung der EU-BürgerInnen, sowie die beinahe Verzehnfachung der Drittstaatsangehörigen (von 22 auf 206 Personen) seit 2002. Der bereits in den letzten Jahren festgestellte Trend, dass immer mehr Menschen in Salzburg in prekären Wohnsituationen leben, setzt sich fort.
Als gemeinhin bekannte Ursache dafür gilt der immer knapper werdende leistbare Wohnraum. Am privaten Wohnungsmarkt sind Mieten mittels Unterstützung der BMS nicht mehr leistbar, dementsprechend tummeln sich tausende AntragstellerInnen auf den Wartelisten des Wohnungsamts und der Gemeinnützigen Wohnbauträger. Unser Appell an die verantwortlichen Akteure nach mehr leistbaren Wohnraum wurde von den Medien zahlreich weitergetragen. Denn die teuren Mieten sind nicht nur mehr ein Problem für Randgruppen, sondern betreffen immer mehr auch die Mittelschicht Salzburgs.  Wohnungslosenerhebung 2011

Presseberichterstattung:
ORF Salzburg Online am 14.3.2012
ORF Salzburg Online am 15.3.2012
Bericht Salzburger Armutskonferenz am 21.3.2012
Salzburger Nachrichten Online am 15.3.2012