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Städtische Übergangswohnungen für wohnungslose Frauen mit Kindern

Ab diesem Herbst will die Stadt Salzburg für Frauen mit Kind(ern), die z.B. nach dem Scheitern ihrer Beziehung mittellos auf der Straße stehen, fünf Übergangswohnungen zur Verfügung stellen. Mit diesem Angebot möchte der für das Wohnungsamt zuständige Stadtrat und Vizebürgermeister Dr. Martin Panosch genau jenen Frauen helfen, die unverschuldet in eine Notsituation geraten sind und aus eigener Kraft nur sehr schwer wieder auf die Füße kommen würden. „Der Amtsbericht ist am 28.9. den Fraktionen zugegangen und ich hoffe, dass die Stadt mit Zustimmung der anderen Fraktionen die ersten Wohnungen bereits im Herbst zur Verfügung stellen kann“, so Panosch. Derzeit werden die geeigneten Wohnungen ausgewählt.

Häufig stehen Frauen in der finanziellen Abhängigkeit ihres Partners. Mit dem Ende der Beziehung stehen diese Frauen oft vor dem Nichts und müssen die gemeinsame Wohnung plötzlich verlassen. Mit den Wohnungen will die Stadt solchen Frauen künftig ein soziales Auffangnetz bieten. In einer ersten Phase ist die Bereitstellung von fünf Wohnungen geplant – mit der Option auf Aufstockung auf zehn Einheiten. Um die Wohnungen als Übergangswohnraum erhalten zu können, ist die Nutzungsdauer auf maximal sechs Monate beschränkt. In dieser Zeit werden die betroffenen Personen mit einer „regulären“ Stadtwohnung versorgt.

Für die betroffenen Frauen sind die Wohnungen kostenlos, lediglich die Betriebs- und Heizkosten sind zu tragen. Die Frauen werden in dieser schwierigen Zeit sowohl von Mitarbeiten des Wohnungsamtes als auch des Jugendamtes betreut. In Verhandlungen mit Soziallandesrätin Erika Scharer ist es gelungen, auch das Land bei dem Projekt mit ins Boot zu holen. Das Land zahlt insgesamt 13.000 Euro für die Erstausstattung der Wohnungen.

Der Amtsbericht ist am Ende Oktober den Fraktionen zugegangen und soll in den kommenden Wochen von den zuständigen Gremien, die ihre Zustimmung signalisierten, beschlossen werden.