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Startschuss ins Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung

Mit der Vorstellung eines neuen Informationsportals www.2010gegenarmut.at hat
Sozialminister Rudolf Hundstorfer den Startschuss für die österreichischen Aktivitäten im
Rahmen des Europäischen Jahres zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung
2010 gegeben.

Seit 1983 initiiert die Europäische Union jedes Jahr eine europaweite Sensibilisierungskampagne unter dem Namen "Europäisches Jahr", die das Bewusstsein der europäischen Bürgerinnen und Bürger zu spezifischen Themen weiter schärfen und verbessern soll. 2010 wurde zum Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung erklärt.

Der Kampf gegen die Armut ist das wesentliche Charakteristikum des klassischen Sozialstaats europäischer Prägung, dieses Ziel rückte in den letzten Jahren jedoch stark in den Hintergrund. Die soziale Eingliederung der Menschen muss daher eine stärkere Rolle in der öffentlichen Wahrnehmung und in den Aktivitäten der EU sowie in den einzelnen Mitgliedstaaten erhalten. Das europäische Jahr 2010 soll deshalb europaweit im Feld der Armutsbekämpfung sensibilisieren, informieren und aktivieren.

Neben einer Vielzahl von Veranstaltungen zu dem Thema soll in Österreich die Internetseite www.2010gegenarmut.at als Informationsplattform für alle Akteure dienen. Die Infoseite bietet einen umfassenden Überblick über sämtliche Aktivitäten, Projekte und Initiativen, die es in Österreich während des Europäischen Jahres geben wird.

Als zentrale Maßnahmen zur Armutsbekämpfung sind gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Erhaltung und Förderung von Beschäftigung sowie die Umsetzung der bedarfsorientierten Mindestsicherung von zentraler Bedeutung. Darüber hinaus wurden vier
thematische Schwerpunkte für die nationalen Aktivitäten definiert:
Förderung der integrativen Arbeitsmärkte und der aktiven Eingliederung, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, Sicherstellung des Zugangs zu angemessenen Ressourcen und Leistungen sowie Förderung der sozialen Eingliederung durch Bildung.

"Wir können es nicht einfach so hinnehmen, wenn nach wie vor sehr viele Menschen in Österreich und in der Europäischen Union in Armut leben müssen. Wir werden daher auch in den kommenden Jahren viele Anstrengungen unternehmen, um Armut in Österreich weiter
zurückzudrängen. Ausgrenzung ist kein Weg, wir müssen offensiv nach Möglichkeiten suchen, Menschen nach ihren Fähigkeiten bestmöglich in die Gesellschaft zu integrieren", so der Sozialminister. Die BAWO sieht das genauso, hat zu diesem Thema und dem vom Sozialminister eingeschlagenen Weg ans Ziel jedoch eine kritische Position die in den Statements zur Bedarfsorientierten Mindestsicherung nachzulesen ist.