Details

Wohnheime: Neue Verträge mit dem Land nehmen Gestalt an

Der niederösterreichische Dachverband der Wohnheime und Frauenhäuser BetWo-NÖ wurde von der Sozialabteilung des Landes GS5 gemeinsam mit der Firma Contrast in den weiteren Entwicklungsprozess der Vertragsgestaltungen eingebunden.
Die Verträge der Wohnheime sind großteils aus den frühen 90er Jahren und dringend aktualisierungsbedürftig.
Am 23. September wurde der Prozess mit einer gemeinsamen Startveranstaltung in die Wege geleitet. Seither haben Einzelbesprechungen in den zehn inkludierten Wohneinrichtungen stattgefunden. Die Ergebnisse wurden jeweils protokolliert und stellen somit die Grundlage für die weitere Modellrechnung dar.
Bis März 2010 soll der Prozess abgeschlossen sein und neue Verträge zwischen den Wohnheimen und dem Land als Träger der Sozialhilfe unterzeichnungsreif vorliegen.
Der Leistungskatalog umfasst nun 4 Kategorien der Sozialhilfeleistung:
1)    Wohnhaus
2)    Betreutes Wohnen
3)    Nachbetreuung
4)    Notschlafstellen
Mit den Frauenhäusern in Niederösterreich verlief der Prozess etwas anders und führte zu einer Entwicklung, die zwar für die größeren Einrichtungen durchaus zufrieden stellend sein dürfte, allerdings die kleinen Einrichtungen personalmäßig ziemlich unter Druck setzt. Der Leistungsumfang der kleinen Frauenhäuser muss voraussichtlich aus Kostengründen eingeschränkt werden, wenn der aktuelle Finanzierungsvorschlag so umgesetzt wird, wie derzeit vorgesehen. Das ist gerade angesichts steigender Belagszahlen besonders schmerzhaft. Insbesondere das Frauenhaus Amstetten wird durch die neue Entwicklung gefährdet und versucht auf allen Ebenen Auswege aus der seit Jahren chronischen Unterfinanzierung und der ins Haus stehenden Neubewertung der Sockelfinanzierung zu finden.

Weiterführende Dokumente:
•    Leistungskatalog
•    Protokoll GS5 – BetWo-NÖ - Contrast