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Wohnungslosenerhebung 10/07

Im Oktober 2007 wurde vom Forum Wohnungslosenhilfe wieder die jährliche Erhebung der Wohnungslosen in Stadt und Land Salzburg durchgeführt. Dazu hier die Kernergebnisse:
 
• wohnungslos: 762 Personen (31% weiblich und 69% männlich), davon sind
• 534 österreichische StaatsbürgerInnen
•   54 andere EU-StaatsbürgerInnen
•   99 MigrantInnen aus Drittstaaten
•   30 wohnungslose AsylwerberInnen
•   45 wohnungslose Jugendliche
•   Status der Wohnversorgung: 33% bei Bekannten, 14% in (Billig)Pensionen, 13% leben in Untermiete, Überbelag bzw. in unzumutbaren Wohnverhältnissen, 12% im Betreuten Wohnen der WLH, 11% in Notschlafstellen; 8% (37 Männer und 8 Frauen) leben auf der Straße 

Pressekonferenz und Präsentation der Ergebnisse im Sozialausschuss

Die Ergebnisse wurden mit gutem Echo der Öffentlichkeit (Pressekonferenz) sowie den politisch Verantwortlichen der Stadt Salzburg präsentiert. Insbesondere wurde dabei auf den steigenden Anteil der wohnungslosen Frauen und ihre prekäre Wohnversorgung bei Bekannten hingewiesen.
Gemeinsam mit dem Frauenbüro der Stadt Salzburg sollen deshalb in den nächsten Monaten Vorschläge für eine Verbesserung der Versorgungssituation von wohnungslosen Frauen (Stichwort: Frauenwohnzimmer) ausgearbeitet und den politischen Gremien vorgelegt werden.
 
Winternotschlafstelle in der Stadt Salzburg

Auf Initiative der Stadt Salzburg wurde in den Wintermonaten eine ‚sehr niederschwellige‘ Winternotschlafstelle geführt – ohne sozialarbeiterische Betreuung, aber mit Wachdienst in Portier- und Nachtdienstfunktion. Aufgrund der völlig unzureichenden Betreuungsressourcen war von den WLH-Trägern Caritas und SAG eine Mitwirkung abgelehnt worden. Jetzt rühmt sich die Stadt des großen Erfolgs: ‚In Salzburg muss niemand erfrieren! ‘
 
Kooperation WLH und Gemeinnützige Wohnbauträger

In den Fachgesprächen zur Wohnungspolitik in Salzburg (2006 und 2007) waren Initiativen für eine Verbesserung der Kooperation zwischen WLH und Gemeinnützigen Wohnbauträgern skizziert und  - vorab noch unverbindlich – vereinbart worden. Konkret stehen nun Gespräche auf politischer Ebene mit dem Wohnbaulandesrat und dem Wohnbaustadtrat an. Konkret gibt es dazu aber noch nichts Neues.

Heinz Schoibl