Details

Wohnungslosigkeit in Tirol und Innsbruck: Die Situation spitzt sich weiter dramatisch zu! Eine Transparentaktion zeigt auf!

Seit Monaten versuchen die Arbeitsgruppe Wohnungslosenhilfe Innsbruck und der Sozialpolitische Arbeitskreis Tirol (SPAK) das Land Tirol und die Stadt Innsbruck davon zu überzeugen, dass es dringend notwendig ist, die tatsächlichen (ortsüblichen!) Mietkosten von MindestsicherungsbezieherInnen zu übernehmen.

Die von der Verwaltung sehr einseitig festgesetzten Mietrichtwerte in der Stadt Innsbruck und in den Bezirken gehen mittlerweile völlig an der Realität des Wohnungsmarktes vorbei. Beispiel: Ein alleinstehender Mindestsicherungsbezieher kann in Innsbruck eine Garconniere bis zu einem Mietpreis von € 495 anmieten. Die Wohnpreiserhebung des DOWAS ergibt für das erste Quartal 2015 einen durchschnittlichen Preis von € 540 für eine Garconniere. (Siehe auch BAWO News-Beitrag "SPAK Tirol – Überlegungen zur Ermittlung der Ortsüblichkeit von Mietpreisen in Tirol unter Berücksichtigung des tatsächlich zur Verfügung stehenden Wohnraumes, abgestimmt auf das Tiroler Mindestsicherungsgesetz Mai 2014")

Um auf das Problem aufmerksam zu machen, fanden in den vergangenen Monaten viele Gesprächsrunden, Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit statt.
Zum gesamten Beitrag.

Neuer Höhepunkt
Am 03. Juli wurden in der Stadt Innsbruck in einer konzertanten Aktion 19 - bis zu 8 m2 große - Transparente von vielen verschiedenen Sozialeinrichtungen an ihren Fensterfronten angebracht. Einige Einrichtungen plakatierten die Botschaft (siehe die nachfolgenden Medienbeiträge) in ihren straßenseitigen Fenstern.

Die Resultate der Medienarbeit (Pressekonferenz etc):
Kritik an „geförderter“ Wohnungsnot (Tirol.Orf.at, 03.07.2015)
Immer mehr Obdachlose in Innsbruck (Standard, 07.07.2015)
Reisecker (SPÖ): „Vogel-Strauß-Politik beim Wohnen muss endlich aufhören!“