Höhe der Wohnbeihilfe und wie sie errechnet wird

18.08.2010

Die Wohnbeihilfe bildet eine wichtige Unterstützung zur Finanzierung der Miete. Die Berechnung der Höhe der Wohnbeihilfe ist in jedem Bundesland verschieden und für Otto Normalverbraucher häufig untransparent. Wir haben die wichtigsten Eckpunkte hier  angeführt:

In Kärnten hängt die Höhe der Wohnbeihilfe von der Einkommenshöhe, der Höhe der Miete und von der Größe der Familie ab. Sie wird für längstens 12 Monate gewährt, danach muss erneut angesucht werden, da die Höhe einkommensabhängig ist. Als Basis wird das Einkommen des vergangenen Jahres herangezogen. In begründeten Fällen (z.B. Arbeitslosigkeit) wird das durchschnittliche Einkommen der vergangenen drei Monate als Messgröße herangezogen.

Die Höhe der Wohnbeihilfe ergibt sich aus dem Unterschied zwischen zumutbarer Mietbelastung und anrechenbarem Wohnaufwand. Wie hoch kann nun die Zuschusshöhe sein?

Für eine Person € 130 + € 30 Betriebskostenzuschuss
2 Personen € 170 + € 30 Betriebskostenzuschuss
3 Personen € 200 + € 40 Betriebskostenzuschuss
4 Personen € 220 + € 40 Betriebskostenzuschuss
5 und mehr Personen € 230 + € 50 Betriebskostenzuschuss 

Im ländlichen Raum erhöhen sich diese Höchstgrenzen um 70 Euro. Bei Gemeinde- oder Genossenschaftswohnungen ist auch die Größe der Wohnung ausschlaggebend: Wenn jemand allein in einer 75m² Wohnung lebt, werden nur zwei Drittel der Mietkosten anerkannt, weil der Zuschuss bei Singlehaushalten nur für maximal 50m² gewährt wird. Für jede weitere Person im Haushalt kommen jeweils 15m² dazu. Für eine Jungfamilie (Eltern bis 35 Jahre) gelten mindestens 90m² als angemessen.

Den höchstmöglichen Zuschuss erhalten alle, deren Einkommen so niedrig ist, dass kein Wohnungsaufwand zumutbar ist. Bis zu 850 Euro monatlich ist eine Mietbelastung nicht zumutbar. Übersteigt das Familieneinkommen 850 Euro, beträgt die zumutbare Belastung hinsichtlich des 850 Euro übersteigenden Betrages:
für die ersten 220 Euro 30%
für die weiteren 220 Euro 40%
für die weiteren 220 Euro 50%
für jeden weiteren Betrag 60%.

Für jede mit dem/der AntragstellerIn im gemeinsamen Haushalt lebende Person vermindert sich der so ermittelte Betrag um 50 Euro. Familien mit Beeinträchtigten, mit mindestens drei Kindern oder Familien mit einem behinderten Kind sowie Jungfamilien werden so behandelt, als ob sie ein zusätzliches Kind hätten.

Zu beachten ist noch, dass beim monatlichen Einkommen von unselbstständig Erwerbstätigen das Urlaubs- und Weihnachtsgeld mit eingerechnet wird. Der monatliche Bezug wird also mit 14 multipliziert und durch 12 dividiert. Aus diesem Umstand ergibt sich die oft unterschiedliche Lohnsumme zwischen Lohnzettel und Wohnbeihilfebescheid. Ebenso wird zwischen wohnbaugeförderten Objekten und privaten Mietwohnungen unterschieden, wobei die Bemessungssummen gleich sind. Eine rechtzeitige Beantragung der Weitergewährung für das nächste Jahr ist wichtig, die entsprechenden Antragsformulare werden mit der Zusicherung der Wohnbeihilfe schon mitgeschickt. Bei Fristversäumnis gehen die Menschen ansonsten leer aus.
Die allgemeinen Kontaktdaten sowie ihre persönlichen Ansprechpartner finden Sie folgend.
Fax: 05 0536-30480, E-Mail: post.wohnbau@ktn.gv.at Internet: www.wohnbau.ktn.gv.at

Ihre Sachbearbeiter 

SachbearbeiterIn     Buchstabe Familienname     Tel: 05 0536 / DW

Alexander Melcher           A - Fe                      30483
Jasmin Zagar                   Fi - Jz                      30488
Gerald Kerschbaumer       Ka - Ler                    30482
Günter Jop                    Les - Nz                    30481
Ulrike Kofler                   Ob - Roe                   30485
Gerda Maurer                 Roi - Sur                    30484
Ilse Rodler                     Sus - Z                      30486