Erstellung eines landesweiten Konzepts für Siedlungsarbeit

05.12.2011

Es gibt vielfältigste Faktoren, die auf die Menschen in einer Siedlung und auf deren Zusammenleben wirken. Der Ort, die Architektur, die Nahversorgung, die Bauphysik, die Wohnungsvergabe, die soziale Durchmischung, der Wohnbauträger, die Gemeinde und vieles mehr. Ein großer Faktor sind natürlich die Menschen die dort leben und welche dieser Faktoren ihres Zusammenlebens wir beeinflussen. In jedem Fall treffen unterschiedliche Bedürfnisse  von unterschiedlichen Menschen, familiären Systemen und  Haushaltstypen aufeinander. Alle wünschen sich ein gutes Miteinander. Niemand hat gelernt, was zu tun ist, damit die Wahrscheinlichkeit steigt, dass dies gelingt.
Anliegen, Aufgaben und Ziele der Wohnbauträger und der Standortgemeinden gilt es ebenfalls zu berücksichtigen, ggf. zu moderieren und zu integrieren.
„Qualitätsvolle“ Siedlungsarbeit versucht genau bei diesen Schnittstellen anzusetzen und  alle Beteiligten darin zu unterstützen, dass sie ihren Lebensraum selbständig, aktiv und im Sinne eines gemeinsamen Ganzen gestalten können. Eine Unterstützung dazu (= Siedlungsarbeit)  braucht dieselbe Vielfältigkeit, wie der „Organismus“ Siedlung an sich.

Das IfS Wohnen beschäftigt sich seit einigen Jahren genau mit diesen Themen. Die Empfehlung an die Landesregierung war daher, ein landesweites Konzept zur Siedlungsarbeit zu entwickeln. Dieser Vorschlag wurde aufgenommen und am 5. Oktober 2011 im Landtag einstimmig beschlossen. Dafür werden ExpertInnen aus der Siedlungsarbeit beauftragt dieses Konzept zu erstellen.

Heidi Lorenzi, Institut für Sozialdienste