Öffentliche Präsentation: Positionspapier der BAWO „WOHNEN FÜR ALLE. LEISTBAR. DAUERHAFT. INKLUSIV.“ am 30. November 2017

Mit dem Posititonspapier „Wohnen für alle. Leistbar. Dauerhaft. Inklusiv.“ setzt die BAWO einen Impuls, die Thematik "Wohnungslosigkeit und Lösungsansätze" stärker mit der Forderung nach leistbarem Wohnraum für alle zu verbinden. Das Positionspapier bietet zugleich lösungsorientierte Strategien und Maßnahmen unter besonderer Berücksichtigung von Menschen mit niedrigem Einkommen.

Positionspapier Kurzversion

Positionspapier Langversion

HOUSING FOR ALL - affordable. permanent. inclusive.

Programm Präsentation 30. November 2017

Begrüßung
Helene Schuberth, Oesterreichische Nationalbank
Marc Pointecker, Sozialministerium, Sektion V

Präsentation des Positionspapiers
Elisabeth Hammer, Obfrau der BAWO & Roswitha Harner, inhaltliche Projektreferentin
Inhaltlicher Überblick, Powerpointpräsentation, 30.11.2017

Respondenz
Alexis Mundt, IIBW - Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen
Gerlinde Gutheil-Knopp-Kirchwald, Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen –
Revisionsverband
Michael Gehbauer, WBV-GPA, Wohnbauvereinigung für Privatangestellte

Publikumsdiskussion
Moderation: Christian Perl, BAWO

Zeit: Donnerstag, 30. November 2017, 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr.
Mit anschließendem Buffet.
Ort: Oesterreichische Nationalbank, Otto-Wagner-Platz 3, 1090 Wien.

Elf Strategien und Maßnahmen für ein „Wohnen für alle“ werden präsentiert. Wohnungslosigkeit in Österreich nimmt zu. Das hängt vor allem mit der Entwicklung der Wohnkosten und der Einkommen zusammen. „Es gibt bundesweit dringenden Handlungsbedarf. Die BAWO fordert daher die nächste Regierung auf, die Wohnversorgung abseits von Eigentum und abseits einer Marktlogik zu stärken“, sagt BAWO-Obfrau Elisabeth Hammer: „Der Schlüssel im Zusammenwirken von Wohn- und Sozialpolitik sind Mietwohnungen – die leistbar, unbefristet und inklusiv sind.“ Die zentralen Punkte des Positionspapiers sind:

Miete fördern – nicht Eigentum:
Ein stabiler und leistbarer Mietsektor ist eine Voraussetzung für die adäquate Wohnversorgung von Menschen mit niedrigen Einkommen. Sowohl im Gemeindebau, als auch in Genossenschaften und in der privaten Wohnungswirtschaft sind Wohnungen auch für Menschen mit niedrigem Einkommen bereit zu stellen.

Mietrechtsgesetz wieder mieterInnenfreundlicher ausgestalten:
Das Mietrechtsgesetz ist zentral: Es muss einen umfassenden Anwendungsbereich haben und nachvollziehbarer formuliert sein. Mietverträge sollen unbefristet und die Miethöhe wirksam begrenzt sein.

Gemeinnützigen Wohnbau ausbauen – Zugang verbessern:
Es braucht eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Gemeinnützige Bauträger; insbesondere in der Bodenbereitstellung. Außerdem ist es unbedingt notwendig, den Zugang für Menschen mit niedrigem Einkommen zu erleichtern.

Nutzung von leerstehenden Wohnungen fördern:
Der leerstehende Bestand sollte durch ein bundesweit einheitliches Schema erhoben werden. Kooperationen mit sozialen DienstleisterInnen können die Nutzung von Leerstand fördern.

Maßnahmen für existenzsichernde Einkommen setzen:
Um Leistbarkeit zu erreichen, sind sowohl höhere Löhne als auch bundesweit höhere Sozial- und Sozialversicherungsleistungen notwendig.

Für das BAWO-Positionspapier „Wohnen für alle. Leistbar. Dauerhaft. Inklusiv.“ haben über 45 ExpertInnen aus den Feldern Wohnbau, Wohnpolitik, Wohnrecht und der Wohnungslosenhilfe ihre Expertise zur Verfügung gestellt.

Alle elf Strategien und Maßnahmen sind in der Kurz- bzw. Langversion des Positionspapiers „Wohnen für alle. Leistbar. Dauerhaft. Inklusiv.“ hier zum Download bereit: Kurzversion und Langversion.