Ausgabe 02/17 - Juli 2017

Ausgabe 02/17 - Juli 2017

Editorial

Eine gelungene BAWO-Fachtagung liegt hinter uns. Die konsequente Weiterarbeit an unseren Themen sowie das verstärkte Einstehen für unsere Positionen auch gegenüber Politik und Verwaltung liegen vor uns. Auf zwei Themen möchte ich besonders hinweisen: Mindestsicherung und Leistbares Wohnen für alle.

Weiter zum Editorial von Elisabeth Hammer (Obfrau)                  

BAWO: Analyse, Information, Bewegung, Vernetzung. BAWO Fachtagung 2017

© Heidi Supper

Wohnen wird mangels einer regulierenden Wohnpolitik zu einer individuellen Zerreißprobe, die zunehmend breite Bevölkerungsgruppen belastet. Beleuchtet unter den verschiedensten Gesichtspunkten ergab sich rund um das Thema Wohnungsnot für die Teilnehmenden ein breites Feld an Analyse und Reflexion.

Zur Dokumentation 2017
Einen persönlichen Rückblick auf die Tagung liefert Petra Geschwendtner [hier]; eingehend mit den Tagungsthemen beschäftigt sich auch der Beitrag von Elisabeth Hammer [hier]. Hanna S., Straßenzeitungsverkäuferin und Schreibwerkstatt Autorin berichtet in der aktuellen Ausgabe von Apropos (siehe Seite 17). Und das Thema  Mindestsicherung findet auf den Bundesländerseiten seinen Niederschlag.

BAWO: Fachtagung 2017 ¬- Subjektive Rückschau mit dem Fokus auf Bewegung und Veränderung

Petra Geschwendtner, BAWO Vorstandsmitglied Salzburg, zieht mit ihrer subjektiven Rückschau auf die BAWO Fachtagung 2017 Bilanz und wirft einen Blick auf strukturelle und ökonomische Schieflagen, die Soziale Arbeit und Ungleichheiten - und kommt trotzdem zu einem positiven Ausblick.

Zu ihrem Beitrag

BAWO: Stellungnahme zum Grazer "Regierungsübereinkommen zur Weiterentwicklung der Stadt Graz"

Bezug nehmend auf das Grazer Regierungsübereinkommen für die Periode 2017-2022 hat die BAWO ihre Expertise zum verlautbarten Zukunftsprogramm zur Weiterentwicklung der Stadt Graz eingebracht und gemeinsam mit dem Forum Wohnen Graz eine Stellungnahme - mit Anmerkungen und Anregungen aus Sicht der Wohnungslosenhilfe - an die Verantwortlichen der Stadtregierung und zur Kenntnis an alle Fraktionen im Grazer Gemeinderat übermittelt.

Stellungnahme Agenda 22

BAWO: Zerreißprobe Armut und Wohnen. Wohnungslosigkeit und Wohnungslosenhilfe im Kontext aktueller Entwicklungen

„Zerreißprobe Armut und Wohnen“ – Das war das Motto der heurigen Tagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAWO), die von 22.-24. Mai 2017 in Salzburg stattfand und zu Fortbildung und Austausch von rund 250 Menschen aus der Sozialen Arbeit, den kritischen Sozialwissenschaften und der Verwaltung genutzt wurde.

Der Beitrag von Elisabeth Hammer, BAWO Obfrau, in der aktuellen Ausgabe der SiO - Sozialarbeit in Österreich greift die Thesen auf, die sie zu Beginn der Fachtagung einführend vorgetragen hat, führt diese weiter und vertieft sie. Ziel dabei: den gegenwärtigen Stand der Wohnungslosenhilfe in Österreich hinsichtlich der Umsetzung des Rechts auf Wohnen zu überprüfen. Ihr Zugang versteht sich als analytische Sortierung, die in keiner Weise private wie öffentliche Bemühungen zur Beendigung von Wohnungslosigkeit und Wohnungsnot zu schmälern gedenkt. Vielmehr stellt er eine selbstkritische Reflexion zur Diskussion, die aktuelle Widersprüche benennt und mögliche tragfähige Perspektiven auslotet.

Zum SIÖ-Artikel (SIÖ - Sozialarbeit in Österreich 02/ 2017)

BAWO: Marie's Tagebuch - eine Initiative der Teilnehmerinnen der BAWO Frauenvernetzung

In „Marie‘s Tagebuch“ wird anhand von fiktiven Erlebnissen der "Marie" - die jedoch auf wahren Geschehnissen beruhen - auf Frauenproblematiken in der Wohnungslosenhilfe eingegangen. Diese Form der Darstellung soll Einblicke in die Diskussionsthemen des Frauenarbeitskreises Wien der BAWO ermöglichen.
Die Tagebucherzählungen, in denen gleichsam viele unterschiedliche Maries zusammenkommen, sollen als Anregung dienen, die gesellschaftlichen Strukturen und mögliche Hindernisse bei der Bewältigung von Wohnungslosigkeit aus Frauenperspektive zu betrachten.

Zu Marie's drittem Tagebucheintrag

BAWO: Aviso Generalversammlung 30.11. 2017

Die nächste BAWO Generalversammlung wird am 30. November 2017 in Wien stattfinden. Wir laden alle Mitglieder herzlich ein, an der Veranstaltung teilzunehmen!

Bitte den Termin vormerken. Nähere Informationen zu Veranstaltungsort und Tagesordnung werden im Herbst per Mail und persönlicher Einladung bekannt gegeben.

BAWO Interview: Zum Projekt „Einrichten“ - Peerarbeit bei wohn:mobil (Mobile Wohnbetreuung von „wieder wohnen“/ Wien)

Mit diesem Beitrag wollen wir ein neues Projekt bzgl. Partizipation und Peerarbeit vorstellen, das in seiner Ausrichtung einerseits über den Blick auf Freizeit und Tagesstruktur hinausgeht und den unmittelbaren Wohnalltag fokussiert und das andererseits ein sehr breites Netzwerk an KooperationspartnerInnen mit eingebunden hat.

"wieder wohnen" hat 2015 mit „von uns für uns“ – kurz vufu – eine offene Gruppe ins Leben
gerufen, in der sich NutzerInnen miteinander vernetzen. Ziele der Gruppe sind der Austausch untereinander, gegenseitige Unterstützung und gemeinsame Weiterentwicklung. Diese Gruppe wird von Lena Kauer, Mitarbeiterin bei „wieder wohnen“, fachlich begleitet und unterstützt – wir haben Lena Kauer um ein Interview gebeten.

„Einrichten“ ist ein Projekt des MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst und "wieder wohnen" / wohn:mobil in Kooperation mit „Hunger auf Kunst und Kultur“ im Rahmen von „Kulturtransfair VII“, eine Projektschiene, die durch das MehrWERT Sponsoringprogramm der Erste Bank ermöglicht wird.

Das Interview mit Lena Kauer, "wieder wohnen", führte Claudia Halbartschlager, BAWO Vorstandsmitglied.

©: Nick Mangafas / Kultur-Transfair

Wien: Case Management bei Wiener Wohnen

Das neue Case Management von Wiener Wohnen hat das Ziel, Mieterinnen und Mieter aus dem Gemeindebau in schwierigen persönlichen Lebenssituationen zu den fachlich qualifizierten sozialen Stellen der Stadt weiterzuleiten. Die Case ManagerInnen sind ausgebildete SozialarbeiterInnen. Sie kontaktieren und unterstützen sowohl Gemeindebau-MieterInnen, die sich nach einer Räumungsklage bei Wiener Wohnen nicht melden, um eine Ratenvereinbarung abzuschließen bzw. ihre Miete zu bezahlen, als auch BewohnerInnen in schwierigen Lebenssituationen, die rasch professionelle Hilfe benötigen (z.B. mit Messi-Syndrom, Demenz, psychosozialen Problemen etc.).

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Oberösterreich: 30 Jahre Beratungsstelle ARGE Sie - für Frauen in Wohnungsnot

© ARGE SIE

Seit 30 Jahren finden wohnungslose Frauen Unterstützung durch Beratung und mobile Wohnbetreuung des Projektes Arge Sie des Vereines Arge für Obdachlose. Aus diesem Anlass fand am 28.Juni in der ARGE SIE in Kooperation mit dem Arge Trödlerladen ein großer Jubiläumsflohmarkt statt. Im Hof und im Durchgang zum Hof des Gebäudes Bischofstraße 7 wurden eine Vielzahl günstiger Waren mit dem Schwerpunkt »Textilien und Bücher« angeboten. Der Erlös kam Frauen in Wohnungsnot zugute.

ARGE SIE Tätigkeitsbericht
30 Jahre ARGE Sie Presseinformation

Salzburg: Mindestsicherung - „ Leiter statt Hängematte“

Entgegen den sich auf die Bundesländer seuchenartig ausbreitenden Kürzungs- und Deckelungsorgien im Hinblick auf die Bedarfsorientierte Mindestsicherung ließ die Landespolitik Salzburg durch ein äußerst positives politisches Signal aufhorchen. Ziemlich lange war es ruhig, Anfang Mai wurden nun die aktuellen Daten der Bedarfsorientierten Mindestsicherung aus 2016 sowie die Entwicklungen und Trends sehr sachlich präsentiert und somit jegliche uns mittlerweile schon bekannte und dabei immer angstschürende Polemik außen vor gelassen. Eine, wie ich finde, vorbildliche analytische Präsentation, die allfällig entstehenden Unsicherheiten schon vorab den Nährboden entzog. Trotz gestiegener Kosten kein Aufkommen von Dramatik erkennbar, sondern eine relationale Analyse.

Einerseits unterstützt die Mindestsicherung in Salzburg rund zwei Drittel der BezieherInnen richtsatzergänzend zum Haushaltseinkommen (als Aufstockung), weil diese mit ihren Erwerbseinkommen einfach zu wenig zum Leben haben. Zudem ist sie temporäres Sicherheitsnetz und hilft bei der Wiedereingliederung ins Erwerbsleben. Bildlich untermauert wurde die Berichterstattung durch das Signal, dass die Bedarfsorientierte Mindestsicherung sozialpolitisch „als Leiter und keinesfalls als soziale Hängematte“ Verwendung findet: Ein politisch gesetztes Statement aufgrund von realen Fakten.

Zweifelsohne läuft nicht alles rund und es lassen sich da und dort Stolpersteine und Hürden im Vollzug finden, zweifelsohne ist auch der seit rund fünfzehn Jahren nicht mehr valorisierte und von der realen Mietkosten weit abgeschlagene höchstzulässige Wohnaufwand ein brennendes Dauerthema, und bedarf dringendst – und zwar JETZT - einer Nachbesserung. Kleinwohnungen am privaten Wohnungmarkt lassen sich mit diesem Wohnaufwand schon lange keine mehr finden. Doch auch hier wurden bereits Budgetvorsorgen getroffen und damit hoffen wir nun auf eine positive und schnelle Umsetzung.

Zur Salzburger Landeskorrespondenz (Bericht Soziallandesrat Heinrich Schellhorn "Mindestsicherung: Alles im grünen Bereich")

Steiermark: Mindestsicherung und Wohnungslos

Das Steiermärkische Mindestsicherungsgesetz (StMSG) geht nicht speziell auf wohnungslose Personen ein, jedoch gab es in den vergangenen Jahren seit Einführung der Mindestsicherung immer wieder richtungsweisende Entscheidungen hinsichtlich dieser Anspruchsgruppe.

Aktuell sorgt ein Urteil des Steirischen Landesverwaltungsgerichts für Änderungen in der Praxis. Nachdem wohnungslose Personen in den letzten Monaten lediglich 75% der Leistung gemäß dem StMSG Neu ausgezahlt bekommen haben (die Leistungen nach dem Landesgesetz sind seit der letzten Gesetzesnovellierung im September 2016 „im Verhältnis 75:25 auf den Lebensunterhalt und den Wohnbedarf aufgeteilt“ - § 10 Abs. 1 StMSG), stellt das Landesverwaltungsgericht nun fest, dass auch wohnungslose Menschen einen Anspruch auf Auszahlung jener 25% der Mindestsicherung haben, die für den Wohnbedarf gedacht sind (€ 211,12 im Jahr 2017).

Weiter zum gesamten Beitrag Mindestsicherung und Wohnungslos

Steiermark: Die Situation junger Erwachsener in der Wohnungslosenhilfe Graz

Laut der aktuellen Studie "Armut in der Steiermark" steigt die Zahl der Jugendlichen und junger Erwachsenen, die mit Wohnungslosigkeit konfrontiert sind.  Im ExpertInnen-Austausch spiegelt sich diese Entwicklung wider. Dabei wird deutlich, dass junge Menschen ihrem Alter entsprechend spezifische Bedürfnisse haben, denen die MitarbeiterInnen der Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe Graz mit ohnehin bereits knappen Zeitressourcen nicht ausreichend nachkommen können.

Das Forum Wohnen als Arbeitskreis der Grazer Wohnungslosenhilfe sieht die Verantwortung zur Verbesserung der Situation junger Menschen klar über die Grenzen der Wohnungslosenhilfe hinausgehend. Im Sinne der Sprachrohrfunktion des Forum Wohnens ist es den TeilnehmerInnen des Forums ein Anliegen, die Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichen des Sozial- und Wohnbereichs zu intensivieren. Es ist wünschenswert, als gemeinsames Ziel eine stabile und langfristige Wohnversorgung, mit den entsprechenden Unterstützungsangeboten, für junge Frauen und Männer umzusetzen.

Zum ganzen Beitrag des Forum Wohnen Graz

Tirol: Schwarz-Grüne Landesregierung hat die Mindestabsicherung für Menschen in existenziellen Notlagen einstimmig abgeschafft!

Die Tiroler Landesregierung hat ein neues „Mindestsicherungsgesetz“ beschlossen.
„Wo Mindestsicherung drauf steht, ist keine drin!“ – so hat es der SPAK (Sozialpolitischer Arbeitskreis Tirol) bereits in einer Stellungnahme zum Gesetzesentwurf zusammengefasst:
Mindestsätze für Kinder und für alleinstehende Personen in Wohngemeinschaften werden gekürzt, Sonderzahlungen gestrichen, Wohnkosten werden nicht mehr zur Gänze übernommen und müssen zukünftig vom Lebensunterhalt bezahlt werden u.v.m.
Weiter im vollständigen Artikel Schwarz-Grüne Landesregierung hat die Mindestabsicherung für Menschen in existenziellen Notlagen einstimmig abgeschafft!

Siehe auch
Stellungnahme SPAK Tirol zum Gesetzesentwurf vom 07.04.2017
Weitere Stellungnahmen im Rahmen der Begutachtung des Mindestsicherungsgesetzes Tirol Mai 2017 siehe www.mindestsicherungtirol.at, www.tirol.gv.at; siehe außerdem auch  BAWO Newsletter 01/17
Stellungnahme SPAK Tirol zu Kürzungen durch Wohnkostenverordnung sowie die Stellungnahmen zur Wohnkostenverordnung von DOWAS Innsbruck, Diakonie, Verein für Obdachlose, Frauenhaus Tirol, DOWAS für Frauen

Vorarlberg: Mindestsicherung - Kürzungen und Verschärfungen

Die aus (symbol-)politischen Motiven heraus angezettelte Debatte um die Mindestsicherung wurde auch im westlichsten Bundesland Österreichs geführt. Konkrete Maßnahmen zur Einschränkung des Leistungsspektrums des untersten sozialen Auffangnetzes wurden mit dem Landtagsbeschluss über das neue Vorarlberger Mindestsicherungsgesetz (05.04.2017) bzw. zwei Monate später mit dem Regierungsbeschluss über die neue Mindestsicherungsverordnung (13.06.2017) gesetzt. Im Rahmen der Podiumsdiskussion bei der BAWO-Fachtagung 2017 am Eröffnungstag wurde bereits darüber berichtet.

Das nun per 01.Juli 2017 in Kraft tretende neue Gesetz ist mit teils massiven Einschnitten für alle BMS-EmpfängerInnen verbunden.

Über aktuelle Veränderungen und Entwicklungen in Vorarlberg weiter im ganzen Artikel.

Stellungnahme der ARGE Wohnungslosenhilfe zur Vorarlberger Mindestsicherungsverordnung
Stellungnahme der ARGE Wohnungslosenhilfe Untergruppe Bleibeberechtigte zum aktuellen Begutachtungsentwurf „Verordnung der Landesregierung über die Gewährung von Mindestsicherung“

Vorarlberg: Sonderausstellung „Romane Thana – Orte der Roma“ im Vorarlberg Museum mit Beteiligung der Wohnungslosenhilfe Vorarlberg

Vom 25. Mai bis 08. Oktober 2017 wird im Vorarlberg Museum die Sonderausstellung „Romane Thana – Orte der Roma“ gezeigt, die vorher bereits in Wien und im Burgenland zu sehen war.
Roma und Sinti erzählen in dieser Ausstellung Geschichten von ihren Orten. Geschichten von Orten an denen sie leben und arbeiten, von Arbeitsplätzen zugewanderter Roma, von Siedlungen im Burgenland. Geschichten von der Straße in Vorarlberg und von den Orten der Verfolgung und Massenvernichtung in der Zeit des NS-Regimes.

Die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe in Vorarlberg haben aktiv an der Erarbeitung dieser Ausstellung mitgewirkt, in dem bspw. Berge von gesammelten Strafverfügungen anonymisiert zur Verfügung gestellt und Kontakte zu in Vorarlberg lebenden ArmutsmigrantInnen vermittelt wurden, deren Interviews in der Ausstellung gezeigt werden. Im Rahmenprogramm zur Ausstellung finden sich zudem einige Veranstaltungen, die in Zusammenarbeit mit der ARGE Wohnungslosenhilfe organisiert werden. So sollen zum Beispiel zwei Gesprächsabende mit ArmutsmigrantInnen eine Kommunikation auf Augenhöhe ermöglichen. Ein Spaziergang durch die Stadt Feldkirch mit dem Titel „Wem gehört die Stadt?“ befasst sich mit Gestaltung, Funktion und Nutzung des öffentlichen Raums u.v.m.

Mehr zur Ausstellung und den Veranstaltungen siehe unter Vorarlberg Museum 

Ausstellungstipp: Care + Repair. Ein öffentlicher Arbeitsraum des Architekturzentrum Wien

© azw

Wie können wir die Zukunft reparieren? Und wie können Architektur und Urbanismus dafür Sorge tragen? Für die exemplarische Erprobung eines Care + Repair Urbanismus eröffnet das Architekturzentrum Wien einen öffentlichen Arbeitsraum am Nordbahnhof, einem der größten innerstädtischen Entwicklungsgebiete Wiens mit einer beeindruckenden naturnahen Brache.
Hier versammeln sich sechs international tätige Architekturteams, die im Tandem mit lokalen Initiativen und ExpertInnen Vorschläge für Care + RepairPrototypen entwickeln. Wie kann unterschiedlichstes urbanes Wissen zusammenfinden und wirksam werden für nachbarschaftliche Netzwerke, für neue Formate von Gemeinschaftsräumen, für die Weiterverwendung vorhandener Materialien oder das Sorgetragen für Natur in der Stadt?
Eine Ausstellung vor Ort zeigt Projekte der eingeladenen Teams, die verdeutlichen, wie Care + Repair Architektur mit der bestehenden Stadt agiert und diese mit in die Zukunft nimmt.

Mehr zum Projekt Care+Repair

Termine

                                                     Inter-/national

Fr, 22. September 2017
European Research Conference on Homelessness on "Changing Profiles of Homelessness. Implications for Services"
Wie jedes Jahr organisiert die European Observatory on Homelessness auch 2017 eine Forschungskonferenz. Das Spekrum der angebotenen SEminare reicht dabei von "Service needs relating to internal and external migration" über "Women and homelessness - service needs and responses" oder "Housing market failures and homelessness" zu "Evaluation of Housing First programmes".
Mehr Informationen zum Programm
Venue: University of Barcelona

Mi, 15. November 2017 bis Fr, 17. November 2017
BAG W-Bundestagung 2017: ... ohne Wohnung ist alles nichts!
Unter dem Titel "... ohne Wohnung ist alles nicht" wird sich die Bundestagung 2017 schwerpunktmäßig mit den akuten Problemen des fehlenden bezahlbaren Wohnraums, der Unterbringung und Notversorgung sowie der Prävention befassen.
Zugleich werden auf der Bundestagung 2017 weitere zentrale Themen und Problemstellungen der Hilfen im Wohnungsnotfall umfassend und fundiert thematisiert werden. Zu nennen wären hier u.a.: Migration, psychische Erkrankungen / Sucht, medizinische Versorgung, Arbeitsmarktintegration, sozialpolitische Behauptung der Hilfen nach den §§ 67 bis 69 SGB XII, die Anforderungen an geschlechter- und altersgerechte Hilfeangebote. Zum Programm.
Ort: Mercure Hotel MOA, Stephanstraße 41, 10557 Berlin

                                                              Wien

Fr, 28. Juli 2017, 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Wiener Frauenarbeitskreis der BAWO
Kontakt: Margit Jelenko Tel.: 01/603 12 28-601; Email: margit.jelenko@samariterwien.at

Di, 12. September 2017, 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Wiener Frauenarbeitskreis der BAWO
Kontakt: Margit Jelenko Tel.: 01/603 12 28-601; Email: margit.jelenko@samariterwien.at

Do, 14. September 2017 bis Fr, 15. September 2017
International Conference on Working Class Districts. "Urbane Transformation und Lebensqualitäten in der wachsenden Stadt"
In dieser wissenschaftlichen Konferenz werden die Entwicklungen und Herausforderungen in wachsenden Städten beleuchtet.
Wachsende Städte sind Kristallisationspunkte gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Entwicklungen, in denen sich ökonomische Innovationen und technische Errungenschaften ebenso abzeichnen wie soziale Polarisierungen und ökologische Krisen. Globale Entwicklungen und urbane Trends interdisziplinär zu betrachten ist wesentlich, um gesellschaftliche Bedingungen und Perspektiven zu reflektieren und politische Alternativen entwickeln zu können.
Im Mittelpunkt der Tagung stehen die in der Industrialisierung entstandenen ArbeiterInnenviertel, die in wachsenden Städten gegenwärtig besonderen Dynamiken unterliegen und für die lokale Bevölkerung mit vielfältigen Herausforderungen verbunden sind.
Ziel ist es, aktuelle Forschungsergebnisse zu diskutieren, gegenwärtige Herausforderungen zu bestimmen und zur nachhaltigen Entwicklung dieser Quartiere beizutragen.
Inhaltliche Anfragen an isabel.glogar@edu.fh-campuswien.ac.at
Administrative Anfragen an petra.zeiller-vesely@fh-campuswien.ac.at
Ort: FH Campus Wien, Favoritenstraße 226, 1100 Wien

Mo, 18. September 2017, 14.00 Uhr bis 16.30 Uhr
Bawo Forum
Ort: Neustart, Castelligasse 17, 1050 Wien

Di, 17. Oktober 2017, 18.00 Uhr
"Marie's" Stammtisch
Der Wiener Frauenarbeitskreis der BAWO lädt ein zum Austausch, Networking, Wiedertreffen und Kennenlernen von Kolleginnen aus der Wohnungslosenhilfe und anderen sozialen Bereichen. Zwecks Tischreservierung bitte Anmeldung an: akfrauenwien@bawo.at
Ort: Tunnel, Florianigasse 39, 1080 Wien

                                                              Oberösterreich

Do, 21. September 2017 von 09.00 Uhr bis 17.00 Uhr
3. Österreichische Tagung niederschwelliger Jugendeinrichtungen & Arbeitsprojekte. Schwerpunkt Junge Erwachsene
Der Übergang vom Jugend- zum Erwachsenenalter gestaltet sich zunehmend unsicherer, länger und fragmentierter.
Die von der Soziale Initiative Menschliche Entwicklung fördern organisierte Tagung bietet Möglichkeiten sich mit dieser Entwicklungsphase und den damit verbundenen Herausforderungen, insbesondere im Fokus von Wohnungslosigkeit betroffenen jungen Menschen, auseinandersetzen.
Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für Jugendliche und junge Erwachse mit instabilen familiären Beziehungen und Bindungserfahrungen? Und welche Herausforderungen ergeben sich daraus für das Helfersystem? Programm und Anmeldeinfo
Ort: FH Linz, Garnisonstraße 21, 4020 Linz