Reports

FEANTSA National Reports

Jedes Jahr ruft die FEANTSA ein bestimmtes Thema aus, zu dem Fragebogen in alle Mitgliedsstaaten ausgesendet werden. Diese ergehen an möglichst viele Einrichtungen, die zu diesem Thema Erfahrungen haben. Die retournierten Daten dienen als Grundlage zur Erstellung des nationalen Berichts, der dann an die FEANTSA geschickt wird. Zusammen mit allen anderen nationalen Berichten wird daraus der Europäische Bericht (European Report).

Austria National report 2008 People who are homeless can be housed

National report on homelessness and employment 2007

National report on health 2006

National short report on prevention 2004

European Observatory on Homelessness

Das European Observatory on Homelessness gab einen Bericht in Auftrag. In diesem Bericht fasst Nicholas Pleace das Prinzip „Housing First“ so zusammen: HF unterscheidet sich von hergebrachten Leistungen dadurch, dass wohnungslose Menschen sofort mit einen gesicherten Wohnung versorgt werden. Die Angebote der Wohnungsversorgung und der Unterstützungsleistungen werden voneinander getrennt. Das heißt: wohnungslose Menschen bekommen die Wohnung ohne Voraussetzungen von psychiatrischer Behandlung, ohne Abstinenzauflagen und ohne sonstige Betreuungsannahmen. Die Wohnung wird also ohne die Erwartung vergeben, dass sich die vormals wohnungslosen Menschen einer Behandlung unterziehen. HF geht in erster Linie von „harm reduction“, also der Minimierung von Gefahren durch grundlegende Wohnungsversorgung aus. Der Ansatz wurde von „Pathways Housing First“ in New York entwickelt und seither erfolgreich in mehreren Städten und auch europäischen Ländern durchgeführt. Innerhalb des HF-Ansatzes gibt es drei unterschiedliche Kategorien:
Pathways Housing First: PHF versorgt chronisch wohnungslose Personen, die unter seelischen Störungen, problematischem Drogenmißbrauch, unleidlichem Verhalten, Kleinkriminalität, Langzeitarbeitslosigkeit und immer wiederkehrenden Perioden von Obdachlosigkeit leiden, mit unabhängigen Wohnungen mit gesichertem Nutzungsrecht und bietet zusätzlich mobile, ambulante Betreuungsdienste an für die jeweiligen Problemlagen der Betroffenen.
Communal Housing First: CHF bietet chronisch wohnungslosen Personen Gemeindewohnungen mit gesichertem Nutzungsrecht in einem Gemeindebau oder einem städtischen Wohnungsbau an, in dem nur Personen mit ähnlicher Problemlage wohnen. Im selben Gebäude werden Begleitdienste stationär angeboten. Das Gebäude ist bedarfsgerecht adaptiert. Werden die Begleitangebote nicht freiwillig genutzt, so verlieren die Betroffenen trotzdem nicht das Nutzungsrecht.
Housing First Light: HFL stellt unabhängige Wohnungen aus dem Privatmarkt oder geförderten Wohnungsmarkt mit gesichertem Nutzungsrecht zur Verfügung. Begleitdienste werden je nach Bedarf vermittelt, deren Inanspruchnahme ist aber weder verbindlich noch kontrolliert. Zielgruppe sind Personen mit geringem Betreuungsbedarf, vorwiegend junge Menschen und Familien. Dieser Ansatz wirkt in erster Linie
präventiv.
Der Erfolg all dieser Ansätze wurde durch Studien vorwiegend in den USA bestätigt. Im Vergleich zum Stufenmodell, das sich noch immer weitgehenden Vorzugs erfreut, zeigt der HF Ansatz eine bessere Wohnstabilität und in vielen Fällen auch positive Auswirkungen auf die Ursachen und/oder Auswirkungen von chronischer Wohnungslosigkeit.  Zum Bericht von Nicholas Pleace

FEANTSA European Report

European Report 2008: The role of housing in pathways into and out of homelessness

Der FEANTSA European Report on employment 2007 widmet sich dem Thema "Wohnungslose Menschen und Arbeit" und beleuchtet die Auswirkungen von Beschäftigung hinsichtlich des (Re-)Integrationspotentials wohnungsloser Menschen in 16 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.  

ETHOS

Seit Beginn von Ethos der Europäischen Definition von Obdachlosigkeit, Wohnungslosigkeit und unzureichender Wohnversorgung im Jahr 2005 wurde die Definition von Wohnungslosigkeit laufend verbessert.

Die FEANTSA hat in dieser Zusammenfassung Ethos - Taking Stock, Informationen über die Verwendung von ETHOS in verschiedenen Ländern gesammelt. Ziel des Dokuments ist die Vermittlung eines brauchbaren Werkzeugs zur Benutzung von ETHOS. Die Verringerung von Wohnungslosigkeit soll dadurch verbessert werden.