Frauen

Frauen versuchen, Wohnungslosigkeit zu vermeiden, beziehungsweise entstandene Wohnungslosigkeit verdeckt zu leben und ihre Notlage zu verbergen. Diese spezifische Erscheinungsform von Wohnungslosigkeit bei Frauen ist die "verdeckte Wohnungslosigkeit".

Wiener Frauenarbeitskreis der BAWO
Seit 2001 gibt es den Wiener Frauenarbeitskreis der BAWO mit dem Ziel, die Hilfsangebote der Wiener Wohnungslosenhilfe frauengerecht zu gestalten und an den Bedürfnissen von Frauen zu orientieren.

Der Wiener Frauenarbeitskreis hat unter genderspezifischen Gesichtspunkten im November 2003 frauengerechte Standards entwickelt, die den speziellen Bedürfnissen wohnungsloser Frauen entsprechen, sowie im Dezember 2013 ein Positionsspapier zu frauengerechten Standards für Housing First fertiggestellt.

Im Mai 2014 ist dazu eine erweiterte Fassung mit dem Titel "...wie schläft die Marie? Frauengerechte Qualitätsstandards in der Wohnungslosenhilfe inklusive Positionspapiere Housing First und niederschwellige Notunterbringungen für Frauen" (2. erweiterte Auflage) veröffentlicht worden.


Frauenhäuser

Auch Frauen, die aufgrund von häuslicher Gewalt – teilweise mit ihren Kindern -  in Frauenhäusern leben, sind von verdeckter Wohnungslosigkeit betroffen und zu einem großen Teil von de facto Wohnungslosigkeit bedroht. Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) bildet seit 1988 die Vernetzungsplattform der autonomen Frauenhäuser in Österreich und setzt sich öffentlich gegen Gewalt und für den Schutz von Frauen und Kindern ein.


Vernetzungstreffen Österreich
Jährlich findet im Rahmen der Fachtagung der BAWO auch ein österreichweites Vernetzungstreffen frauenspezifischer Wohnungsloseneinrichtungen statt.
Seit 2016 findet zudem regelmäßig "Maries' Stammtisch" statt (Einladungen siehe Termine auf der BAWO Homepage).


BAWO Festschrift "Wohnungslosenhilfe von A bis Z"
Beitrag F_Frauenspezifische Versorgung in der WLH (Elisabeth Corazza & Elvira Loibl)